Tymmo-Kirche
Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Lütjensee

Rückblicke - 2012

 

 


Das große Jubiläumskonzert am 18.11.2012 in der Tymmo-Kirche

Beginn 18:00 Uhr, Einlass ab 17:00 Uhr

Das Jahr 2012 ist für die Stormarn Singers ein ganz besonderes: seit 25 Jahren singt der Chor mit großer Begeisterung Gospels und Spirituals nationaler und internationaler Komponisten und feierte dieses Jubiläum bereits in zahlreichen Konzerten in Norddeutschland. Zum Motto des Jubiläumsjahres wurde der Anspruch des Chores – Gospels authentisch zu singen und lebendig werden zu lassen: „Ich singe – ich lebe!“

Zum Abschluss ihrer Jubiläumstour werden die Stormarn Singers ihrem Publikum ein besonders interessantes Programm mit musikalischen Ausflügen in Vergangenheit und Gegenwart bieten, die so manche Überraschung bereit halten. Chorleiter Eggo Fuhrmann sorgt gemeinsam mit hochkarätigen Gästen wie Dr. E. Wayne Evans aus St. Louis, USA, für ein abwechslungsreiches Medley jener Gospelsongs, die die Stormarn Singers geprägt und bekannt gemacht haben. Natürlich werden auch neue, zum Teil speziell für das Jubiläumskonzert komponierte Stücke zu hören sein. Am Sonntag, den 18. November, singt der Chor um 18 Uhr in der Tymmo-Kirche sein großes Abschlusskonzert der Jubiläumstour 2012. Die Stormarn Singers freuen sich darauf, gemeinsam mit ihrem Publikum den Gospel begeistert zu feiern und zu genießen!

Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.



"Sacre Fleur" – Jazz trifft Kirche


Am 16. Juni 2012 um 20.00 Uhr in der Tymmo-Kirche in Lütjensee. Zahlreiche Besucher genossen das Konzert „Sacre Fleur—Jazz trifft Kirche“ am 16.6.12 in unserer Kirche. Der Jazz-Saxophonist und -Klarinettist Reiner Regel interpretierten gemeinsam mit Jan Keßler und Nicolas Faecks traditionelles Liedgut aus dem Evangelischen Gesangbuch und auch eigene Kompositionen. Schon bei den ersten Akkorden spürten die Zuhörer die Freude der Interpreten an ihrer Musik, von der sie selber sagen: „Die Arbeit an den Liedern des Evangelischen Gesangbuchs ist pure Leidenschaft und wichtig ist uns der Respekt vor alten Melodien, zu denen wir immer wieder zurück kommen. Die Konzertbesucher waren begeistert von der stilistischen Vielfalt, dem musikalischen Einfühlungsvermögen und dem Können der Interpreten und spendeten ihnen anhaltenden Beifall. Mit dem Lied „Der Mond ist aufgegangen“, fand das Konzert seinen wunderbaren Abschluss. Das Trio hat zugesagt, dass es im nächsten Jahr wieder ein Konzert in der Tymmo-Kirche geben wird. Text und Bilder: Heide Nicolai / Helga Florian

Emotions in Church: "Sacre Fleur" – Jazz trifft Kirche

Reiner Regel gehört zu Hamburgs herausragenden Jazzmusikern und ist ein Meister des Saxophons und der Klarinette. Seine brillante Tonformung erreicht eine atmosphärische Dichte, die mit einer breit gefächerten Dynamik besticht. Gemeinsam mit dem Popular-Kirchenmusiker Jan Keßler gibt er altüberlieferten Chorälen eine neue, zeitgemäße Gestalt. Begleitet von dem Bassisten Nicolas Faecks ist das Trio am Sonnabend, 16. Juni um 20 Uhr in der Tymmo Kirche Lütjensee zu hören und wird den Reichtum der Klangnuancen zu spannenden Dialogen verschmelzen lassen. Altes und Neues miteinander – diese Kombination zeichnet die Gruppe„SacreFleur“ aus. Soulig, gospelig und meditativ – das sind die Prädikate, die Sacre Fleur zugeschrieben werden. „Die Arbeit an den Liedern des Evangelischen Gesangbuchs ist pure Leidenschaft“, beschreibt Reiner Regel sein Interesse an dem traditionellen Liedgut. Dabei ist Regel bisher andere Wege gegangen. In seiner Konzert- und CD-Geschichte arbeitete er mit Udo Lindenberg, Bill Ramsey, Mick Taylor, Gottfried Böttger und vielen anderen Größen der Hamburger Musikszene zusammen. Bei einer CD-Produktion traf Reiner Regel auf Jan Keßler, der seit mehr als zehn Jahren am Hamburger Michel für zeitgemäße Formen der Kirchenmusik zuständig ist. „Wir haben schnell festgestellt, dass wir musikalisch ähnlich denken und uns gut verstehen. Wir hatten beide aus unterschiedlichen Richtungen die gleiche Idee, nämlich ein Projekt zusammen zu machen, das in irgendeiner Form mit Kirchenmusik' zu tun hat. Der Rest hat sich quasi von selbst ergeben“, erklärt Keßler. Wichtig ist den Musikern der Respekt vor den alten Melodien. „Es gibt Improvisationen, und stilistisch bewegen wir uns natürlich in einer anderen Umgebung, aber die Melodien bleiben die Melodien und wir kommen immer wieder zu ihnen zurück.“ 2009 erschien die gemeinsame CD „SacreFleur“. Sie enthält neben den bearbeiteten Gesangbuchliedern auch vier eigene Kompositionen. Ausschnitte sind unter der Band-Website bei Myspace zu hören. Diese CD kann an der Abendkasse erworben werden.



 


 


14. Tymmo-Musikfest - 30 Jahre Förderverein

„Komm und sing mit!“ Unter diesem Motto lädt der Verein „Freunde der Kirchenmusik Lütjensee e. V.“ zum mittlerweile 14. Tymmo-Musikfest. Das alljährliche Familientreffen in der Tymmo-Kirche mit allen musikalischen Gruppen und vielen Gästen findet in diesem Jahr am Samstag, 25. August 2012 statt.

Den festlichen Auftakt bildet der musikalisch ausgeprägte Gottesdienst mit Frau Pastorin Sandler um 14:00 Uhr, in dem der Kinderchor, die Trommelgruppe, die Konfirmandenband, die Kantorei und der Singkreis zu hören sind. Im Anschluss öffnet das „Tymmo-Kaffeehaus“ wieder seine Pforten. Es bietet sich die Gelegenheit in gemütlicher Runde bei Kaffee, Tee und Kuchen alte und neue Kontakte zu pflegen. „Es erwartet uns ein abwechslungsreiches Kuchenbuffet, welches dankenswerter Weise wieder durch die Chormitglieder gespendet wird“. Herr Fodor wird für den musikalischen Rahmen am Flügel sorgen. Den Abschluss des Festes bildet traditionell das offene Singen, welches durch einige vorgetragene Geschichten abgerundet wird. Die musikalische Leitung hat Herr Fodor.

In diesem Jahr feiert der Förderverein sein 30 jähriges Bestehen. „Wir sind sehr stolz, dass wir über all die Jahre kontinuierlich dazu beigetragen haben, hochwertige und teilweise kostspielige Konzerte in unserer Kirche zu ermöglichen. Aber neben der Konzertförderung geht es oft um ganz praktische aber wichtige Dinge, die für das gemeinsame musizieren benötigt werden. Hierzu zählen Noten, Instrumente, Tonausstattungen und z. B. die Chorpodeste. Zusätzlich zur finanziellen Förderung sind zahlreiche Vereinsmitglieder immer wieder als ehrenamtliche Helfer aktiv.“

Der Verein „Freunde der Kirchenmusik Lütjensee e.V.“ freut sich sehr auf Ihr Kommen. Sie sind zum Fest und Kuchenbuffet herzlich eingeladen. Zur Unterstützung unserer Vereinsarbeit bitten wir um Spenden in unser „Buffet-Schwein“.

Ingo Koenig, 1. Vorsitzender Freunde der Kirchenmusik Lütjensee e. V.


Italienische Nacht 





4. August  2012     

Kulinarisches für Ohr und Gaumen...

Die Sopranistin Katharina Maria Kagel nimmt ihre Gäste mit auf eine musikalische Reise. Es geht von den italienischen Klassikern über die Operette Wiens bis hin zu alt bekannten Liedern des Weines und der Liebe... Am Flügel wird Frau Kagel an diesem Abend von Ekkehard Carbow begleitet.

Auch der Kulinarische Teil soll auf dieser Veranstaltung nicht zu kurz kommen. In der Pause lockt das im Konzertpreis enthaltene Antipasti-Büfett im Fackelschein des Gartens der Tymmo-Kirche. Am Ende der Veranstaltung rundet eine kleine Dessertauswahl den Abend ab.

„Ich entführe Sie in die Welt des Gesanges und der Lebensfreude. Es wird eine Sinnenreise zum Genießen, Lachen und Mitsingen“ verspricht Katharina Maria Kagel, die gerade erst von einer Konzertreise auf Gozo/Malta zurück gekehrt ist. Dort trat sie im Rahmen des Gaulitana-Festivals für klassische Musik auf. Das Solokonzert auf der kleinen Mittelmeerinsel war ein voller Erfolg.

Am Staatstheater Schwerin debütierte sie 2001 in der Rolle der „Anna“ in Verdis Oper „Nabucco“. 2003 sang sie im Jungen Musiktheater Hamburg die „Mutter“ in Humperdincks „Hänsel & Gretel“ und 2004 zu dem die „Wellgunde“ in Wagners Oper „Rheingold“ und in Kairo die Partie der „Königin der Nacht“ in W. A. Mozarts „Zauberflöte“. 2008 folgten Engagements für das „Verdi Requiem“ und das „Brahms Requiem“ in Hamburg, als Wagner- Stipendiatin ein Konzert im Richard Wagner Museum, Haus Wahnfried, Bayreuth, und mit der neuen Philharmonie Frankfurt die Uraufführung des Stückes „Dr. Jacques & Mr. Offenbach“ von Patrik Bishay. Seit dem Jahr 2008 ist Katharina Maria Kagel als Konzertsängerin im In- und Ausland tätig. 

Ingo Koenig - 1. Vorsitzender Freunde der Kirchenmusik Lütjensee e. V.


"Lütjensee und Umgebung in Bildern"

27. Oktober 2012


Foto Komut, vlnr: Adam Szvoren, Pianist, David Fodor, Kantor und Organist, Dávid Czismár, Bariton, Maike Albrecht, Sopran, Walter Domscheit, Foto-Video-Installation, Hanna Braun, Ev.-Luth. Kirche Lütjensee überreicht den Interpreten Blumen

Die Tymmo-Kirche Lütjensee präsentiert im Rahmen der LütjenSe(e)renade eine gemeinschaftliche Darstellung von Musik, Video- und Filminstallation. In dieser spannenden Kombination ist am Sonnabend in der Tymmo-Kirche, ein Konzert mit den Eindrücken einer Video- und Fotoinstallation zu erleben. Zu hören sind Lieder der Romantik und der Frühmoderne. Von Arnold Schönberg 15 Gedichte „Aus dem Buch der hängenden Gärten“ von Stefan George op.15, Robert Schumanns „Sechs Gesänge“ op.89 sowie von Cèsar Franck „Fantasie“ op.16.

Es singen die Sopranistin Maike Albrecht und der Bariton Dávid Csizmár. Sie werden begleitet von Adam Szvoren am Klavier, der bereits bei der "Nacht der Kirchen 2012" in Lütjensee gespielt hat.  Das Werk von Cèsar Franck spielt der Tymmo-Kantor und Konzertorganist David Fodor, der die Künstler eingeladen hat. Dávid Csizmár ist der Erste Bass im NDR-Chor, die weiteren Künstler sind Masterstudenten der Musikhochschulen Lübeck und Hamburg.

In Anlehnung des Konzerts zeigt Walter Domscheit eine kreativ gestaltete Video- und Fotoinstallation „Lütjensee und Umgebung in Bildern“, die sich in die musikalische Darstellung einfügt.

Kirchenkonzert mit Foto- und Videoinstallation ein großer Erfolg

Lütjensee, 27.10.12 - In der Veranstaltungsreihe Lütjense(e)renade präsentierte die Tymmo-Kirche Lütjensee diesmal Lieder der Romantik und Frühmoderne und umrahmte das Konzert mit einer Foto- und Videoinstallation mit Bildern aus der Natur um Lütjensee und Eindrücken und Momenten aus den Konzerten und Festlichkeiten des 50. Jubiläumsjahres der Kirche 2011. Ein großartiger Erfolg, so die Einschätzung der Veranstalter, kamen doch diesmal mehr interessierte Zuhörer als sonst. Man konnte auch zuschauen, so die Meinung einiger Besucher, und Musik und Bilder miteinander verbinden. Auch weckten die Bilder und Videoclips des Fotografen Walter Domscheit Interesse an Landschaft und Natur in der Region und Erinnerungen an Feste und Konzerte in der Tymmo-Kirche. Konzerte mit Multimediaunterstützung wollen die Veranstalter in ähnlicher Form wiederholen und so auch ungewohnte, etwas schwierigere Musik verständlich und im Mix mit Bildern und Videos unterhaltsam machen.

Der Kirchenmusiker und Kantor David Fodor lud hierzu den bei gemeinsamen Konzerten in Lütjensee geschätzten Pianisten Adam Szvoren - arbeitet bei John Neumeier im Hamburg Ballett - ein und stellte mit ihm ein Programm mit Liedern von Arnold Schönberg und Robert Schumann sowie einem Orgelstück des französischen Komponisten und Organisten César Franck zusammen.

Nicht ganz einfach und ungewöhnlich für Zuhörer, ist doch Arnold Schönberg für seine Kompositionen im Stil der Zwölftonmusik bekannt. In seiner Begrüßung zitierte David Fodor dann auch die Worte seines Musikerkollegen Adam Svoren, der diese Musik gesteigert zu atonal sogar als antonal bezeichnet. Arnold Schönbergs gilt als Pionier der Moderne. Seine Lieder für Stimme und Klavier, die bislang die am wenigsten bekannte Werkgruppe des Komponisten darstellt, dokumentiert die künstlerische Entwicklung Schönbergs besonders eindringlich.

Mit dem zu Beginn des Konzerts dargebotenen Zyklus "Das Buch der hängenden Gärten" op. 15 nach Stefan George aus den Jahren 1908/1909 erscheint Schönberg nicht als kühl kalkulierender Klischee-Modernist, sondern begnadeter musikalischer Lyriker, der - wie er selbst sagte - "berauscht vom Anfangsklang der ersten Textworte" ans Werk ging. Die Soprinstin Maike Albrecht, die unter anderem Unterricht bei Elizabeth Ritchie in der Royal Academy of Music in London bekam, trug alle 15 Lieder des Zyklus mit großartiger Simme und gutem Einfühlungsvermögen für die von Stefan George gedichtete textinhaltliche Lyrik vor. Mit der „Fantasie“ op.16, „Six pièces pour grand orgue“ von César Franck, 1860 und in dessen Amtszeit als Titularorganist der Kirche Ste-Clotilde in Paris komponiert, leitete David Fodor auf der Orgel den kleinen Weg von der Frühmoderne zurück in die Romantik ein. César Franck gilt heute als einer der bedeutendsten französischen Komponisten, Lehrer und Organisten der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die sechs Stücke aus dem Werk Francks stellen in C-Dur sehr melodisch und einfach das Motiv vor und setzen sich fort in Interpretationen von Piano bis Fortissimo mit vielen Registerwechseln und interessanten Klanggebilden. Eine Herausforderung für den Organisten und seine Virtuosität.

Robert Schumanns "Sechs Gesänge" op. 89, komponiert 1850 mit Lyriktexten von Wilfried Von der Neun (1826-1916) und Wilhelm Schöpff (1826-1916) vorgetragen von dem Bariton Dávid Csizmar, bereicherten den Abend mit Liedern und Bildern. Sie stellen einen sehr selten vorgetragenen Liederzyklus dar, der doch mit seiner Klangfülle und Thematik - Ängsten, Träumen und letztendlich Befreiung sehr eindrucksvoll die Romantik verdeutlicht. Großer Ausklang dann mit dem Adam Szvorens temperamentvollem Fortissimo auf  dem Piano und Dávid Czismárs (festes Ensemblemitglied im NDR-Chor) eindrucksvoller Bariton-Stimme zum Lied "Ins Freie", sowie den Bildern von aufsteigenden Luftballons, die von den Konfirmanden mit ihrer Pastorin Britta Sandler im letzten Jahr vor der Tymmo-Kirche gestartet wurden und in die Höhe schwebten. Der große Applaus nach diesem "Befreiungslied" lies dann auch nicht auf sich warten.   Bericht:  W. Domscheit