Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Lütjensee
Tymmo-Kirche

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zu ausgewählten Themen



PLATTDÜÜTSCH IN KARK

Ik harr enen Droom

Vergangen Nacht dor   harr ik enen Droom, dat müss so ob Morgen to west sien. Is jo so mit de Drööm, de kömmt jümmer to de Tied, wo man doch al lever ob sien wull. Aver mien Droom weer good, tominst för den Anfang. De Sünn löppt so mild un warm över den Rasen, as dat in'n März al mol vörkümmt, vun söss Sommerdaag is dor jümmer de Reed. De ersten lütten Biomen reckt ehr Blääd no Licht un Warms, een poor Insekten hebt og al de nödige Temperatur un brummt munter ümher. Dat Licht löppt gau wieder, obmol weer ik in Lüttensee an uns Kark un wisch mi verwunnert de Ogen ut. Een Bild as ut gode Daag'n: Is Osterdag un grote Akschoon ob den lütten Hümpel rund üm de Kark, Stimmen, Gesang un Kinnerlachen. Kinner loopt övern Rasen un söcht Ostereier, de Öllern stoht dicht bi eenanner, verteilt un lacht man kennt sik wedder un freid sik. De Glocken fangt an to lüden, is Tied vor de Andacht. Uns leve Paster steiht in de groot Döör un mi is as ward sien Ogen blenkern achter de Brill. De Kark is vull mit dankbor Minschen, de Orgel bruust, wi fiert Ostern, vull Leven un Toversicht. Aver nee, nu treckt de Sünn sik wedder torüch, Wulken stiegt ob, dat ward düster. Ik kumm ob de Been un ik mark dat weer man blods een schönen Droom. Wi mööt noch wieder mit de Pandemie un de Innschrenken leven un dor för beden, dat wi gesund blieft un de düster Wulken recht bold wieder treckt. Aln's Gode. Richard


Quelle https://www.youtube.com/watch?v=apsZzmgmbOA

TymmoGazz'nGig am Valentinstag in der Tymmo-Kirche
Zum 5. Mal haben die Lübecker Kirchenmusikerin Rebecca Poesch und Pastor Jörg S. Denecke einen "Jazz-Gottesdienst" geplant, diesmal zum 14.2. unter dem Motto „My Funny Valentine“. Verabredet wird immer ein Jazz-Standard, der dem Gottesdienst den Titel gibt.

Normalerweise werden in diesem "unliturgischen" Gottesdienst-Format auch direkt nach der Predigt drei Fragen von Teilnehmern spontan, jeweils innerhalb von einer Minute beantwortet. Dieses Element fehlte zugunsten eines gestrafften Ablaufs schon im Oktober. Jetzt waren weitere Maßnahmen erforderlich.
Die Musiker stellt Rebecca Poesch jeweils passend zu Thema und Stückauswahl zusammen, zum Valentinstag jetzt mit Gesangsduett. Diesmal allerdings wurde die Musik, sie selbst am Piano, begleitet vom Kontrabass bereits am 6. Februar mit "Rebecca & Co" in der Tymmo-Kirche nur mit den Aufnahmtechnikern und den Interpreten unter strenger Beachtung der Hygiene- und Schutzmaßnahmen aufgenommen. Link zu diesem Gazz'n-Gig auf YouTube
Der Gottesdienst am 14.2. wird „live“ nur von Rebecca Poesch musikalisch begleitet, intern vorher aufgenommene Stücke werden dabei eingespielt. Im Anschluss an den Gottesdienst beantwortet Pastor Denecke gerne Fragen per E-Mail: Joerg.Denecke@Tymmo.de.





Gott sieht mich liebevoll an
Die Hochzeit ist für viele ein wunderbarer Höhepunkt in ihrem Leben. Die Brautleute sind besonders schön gekleidet. Sie freuen sich aneinander und an dem Wunder ihrer Liebe. Sie sagen zueinander: „Ja! Du bist so wunderbar in meinen Augen, dass ich mein Leben mit dir verbringen möchte.“ Allerdings ist nicht alle Tage hohe Zeit. Da können die Tiere, mit denen man sich betitelt, mit der Zeit immer größer werden. Aus „Mein Hase!“ wird dann schon mal „Du Esel!“
Wie gut, wenn man dann ein gesundes Selbstbewusstsein hat und seinem Partner nicht alles auf die Goldwaage legen muss! Doch woher bekomme ich eigentlich die Gewissheit, dass ich ein wunderbarer und wertvoller Mensch bin? Auch dann, wenn mich Kritik und Frust in Frage stellen? Der Beter des 139. Psalms bezieht seine Gewissheit aus der Begegnung mit Gott. Wunderbar ist er von Gott geschaffen worden und wunderbar wird er von Gott geführt. „Genau so, wie ich bin, bin ich wunderbar.“ Dieses Selbstbewusstsein kann jede und jeder durch das Gespräch mit Gott erfahren. Wunderbar: Gott sieht mich liebevoll an, so wie mich damals mein Lieblingsmensch bei unserer Hochzeit angesehen hat. Und das, obwohl Gott auch meine Schwächen kennt. Ich bin ein wunderbares Original des wunderbaren Gottes, auch wenn ich grauer und faltiger werde. Das macht mich glücklich und ich könnte manchmal die ganze Welt umarmen – so wie damals bei unserer Hochzeit.   Reinhard Ellsel


WEIHNACHTSPREDIGT 2020 ONLINE Pastor Denecke in der Tymmo-Kirche

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Zeichnung R. Weigand

PLATTDÜÜTSCH IN KARK    Wiehnachten
Dor weren Hirten ob dat Feld, to Nacht bi jümm ehr Herden. So steiht dat in de Wiehnachsgeschicht un wieder ... Een Stern lücht güllen över den Stall, wiest de Hirten den Weg to den niegen Heiland. Du kümmst as Christ in dat „Hillige-Land“ un wunners di, dat hier man blods dree Persent Christen leeft. Nu kümmst du og no Bethlehem, in de Geboortskapell vun Jesu, dor wo og de Stall mool stohn hebben shall Swart antrocken Minschen mit sünnerlich Globen, verköfft di originool Talglüchen vun Jesu Geboort. In een Glasvitrin ligt een Jesu-Figur un een vun de Mitreisenden froogt di: „Hest du de „Käte-Kruse-Popp“ in den Glaskassen og al sehn?“„Jo, dat heff ik!“ Aver og sünst is aln’s verwunnerlich. So een Wiehnachten in een Land wo dat keen Küll, keen Snee un og keen Dannenbööm gift. Wo to de Tied de Blomen blöht, de Appelsiener noch an de Bööm hangt un de Datteln an de Palmen bald riep ward. Wo de Zitronen wild in Knick wast un de Kakteen Dornen hebt, so lang as Neihnodeln. Wo og dat Woter so knapp is, dat de „Jordan“ de Fluss de för dat Dööpwoter tostännig is, ob de Weg no dat „dode Meer“ hen, to een Rinnsal utdröögt. Een wunnerlich Hillig-Land un uns Globen bekümmt een anner Kleur, dor lot uns lever Wiehnachten to Huus fiern, as wi dat al de Johrn fiert hebt. Aver stopp mol, dütt Johr bliwt dat wol bi de goden Wünsch, mit Wiehnachtsmarkt, mit Fiern un Andachten, dat „CoronaVirus“ mookt aln’s platt. Wi hebt den ersten Advent un brennt een Lücht an den Adventskranz an. Dat twete, drütte un verte Lücht an Advent un den Wiehnachten to Huus, mit Andacht un Wiehnachtsgeschicht över Feernsehn un Internet. Dor loat uns beden: „Leve Jesu, dat böse Corona Virus is över uns un lett de grote Freid to dien Geboortsdag, stiller warden. Wi bitt di, loot düsse Geisel vörbi gahn, dat de Minschen wedder fri aten un leven könen. Un wenn wi dütt Johr og mool still un besinnlich fiern mööt, so freid wi uns doch al ob een nieges Johr un singt to dienen Geboortsdag, wedder froh un dankbor: “Vun Heven hoch dor kumm ik her ..!“ Amen!  Richard Weigand